Ärzteschaft

Erste Runde der Tarifverhandlungen für medizinische Fachangestellte ohne Ergebnis

  • Donnerstag, 23. Februar 2017
Uploaded: 04.05.2016 17:42:56 by mis
/dpa

Berlin – Die erste Verhandlungsrunde über neue Tarifverträge für medizinische Fachan­gestellte (MFA) ist ohne Ergebnis geblieben. Die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Ver­band medizinischer Fachberufe und der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeits­bedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) soll am 4. Mai stattfinden. Zur Diskussion stehen der Gehalts- und der Manteltarifvertrag. Bis zum Abschluss neuer Verträge gelten die bestehenden Tarifwerke fort. 

Die Arbeitgeberseite verwies auf die für 2017 vereinbarte Erhöhung des Orientierungs­wertes für ambulante Leistungen um 0,9 Prozent sowie auf die umfangreichen Neue­run­gen der Tarifreform 2013. „Die Verhandlungspartner müssen eine Lösung zwischen Wunsch und Möglichkeiten in der Erhöhung der Tarife finden. Wichtig ist aber auch, die Tarifvertragswerke zeitgemäß und zukunftssicher zu gestalten, um dem Fachkräfte­man­gel und den steigenden und sich verändernden Versorgungsbedarfen gerecht zu wer­den“, erklärte die AAA gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Die Vertragsärzte könnten nicht frei kalkulieren, sondern unterlägen vereinbarten Hono­rar­steigerungen. „In den letzten Jahren konnten höhere Tarifsteigerungen im Gehalts­ta­rif­vertrag der MFA erreicht werden. Im Jahr 2017 sind die zu erwartenden Honorarstei­ge­rungen jedoch gering“, so die AAA.

„Das ist für uns weder akzeptabel noch vertretbar“, sagte die Verhandlungsführerin und Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe, Carmen Gandila. Sie wies darauf hin, dass die Arbeitgebervertreter immer wieder erklärten, wie wichtig die Leistungen der Praxismitarbeiterinnen für das Funktionieren der Arztpraxen seien.

„Nun gilt es, diese verbale Wertschätzung auch in den Gehältern widerzuspiegeln“, sagte Gandila. Konkret fordert der Verband eine lineare Erhöhung der Tarifgehälter um sechs Prozent und der Ausbildungsvergütungen um 45 Euro pro Monat.  

Die AAA ist die Tarifpartei der ärztlichen Arbeitgeber. Ihre Mitglieder sind ausschließlich niedergelassene Ärzte, die auch gleichzeitig medizinische Fachangestellte beschäftigen. Einziger Verbandszweck ist der Abschluss von Tarifverträgen für das Praxispersonal. Der AAA steht ein dreiköpfiger Vorstand vor. Den Vorsitz hat im Augenblick Cornelia Goes­mann, Hannover.

hil

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