Ärzteschaft

Fast 1.000 Anträge an neue Schlichtungsstelle für Behandlungsfehler

  • Montag, 27. Februar 2023
/picture alliance, Susann Prautsch
/picture alliance, Susann Prautsch

Hannover – Die neu geschaffene Schlichtungsstelle für mögliche ärztliche Behandlungsfehler hat im ver­gan­genen Jahr 953 Anträge bearbeitet. Das teilte die niedersächsische Ärztekammer (ÄKN) mit, die die Einrich­tung betreibt.

Die Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen wurde im April 2021 gegründet, weil die bisherige gemeinsa­me Schlichtungsstelle von zehn nord- und ostdeutschen Bundesländern geschlossen wurde.

Patienten können sich an die Schlichtungsstelle wenden, um sich über einen vermuteten ärztlichen Behand­lungsfehler zu beschweren. Die Vorwürfe werden dann außergerichtlich von Juristen und Ärzten bewertet. In 510 Fällen seien Sachentscheidungen getroffen worden, hieß es. Dabei handelt es sich um nicht bindende Empfehlungen zur Schadensregulierung.

Die Verfahren sind für Patienten kostenfrei. In rund 60 Prozent der Fälle wurden Fehler bei Operationen an­geprangert. Häufig handelte es sich dabei um den Bereich Unfallchirurgie und Orthopädie und Therapien in Kliniken.

„Das Gefühl, ernsthaft fehlerhaft behandelt worden zu sein, kann für die betroffenen Patientinnen und Pa­tienten sowie deren Angehörige sehr belastend sein“, betonte die Präsidentin der Ärztekammer Niedersach­sen, Martina Wenker.

dpa

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