Vermischtes

Fast neun von zehn Pflegebedürftigen leben in einem ambulanten Setting

  • Freitag, 2. Januar 2026
/picture alliance, Sebastian Gollnow
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Berlin – Im Jahr 2023 lebten 86,2 Prozent der Pflegebedürftigen im ambulanten Setting. Der Anteil der ambulant Gepflegten stieg damit seit 2019 um rund fünf Prozent. Das geht aus der neuen Publikation „Pflegebedürftigkeit in Deutschland. Transparenz durch Routinedaten 2025“ hervor, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) vorgestellt hat.

Danach nutzen im Jahr 2023 mehr als die Hälfte der Pflegegeldempfangenden (56,8 Prozent) keine weiteren ambulanten Unterstützungs- und Entlastungsleistungen. In Pflegehaushalten mit Einbindung eines ambulanten Pflegedienstes bezogen hingegen rund drei Viertel (76,2 Prozent) und damit deutlich mehr Menschen ergänzende Unterstützungsleistungen.

Das WidO-Paper zeigt auch: Fast die Hälfte aller Krankenhaustage (49,3 Prozent) entfiel 2023 auf pflegebedürftige Patienten. Die Hospitalisierungsraten der Pflegebedürftigen unterschieden sich dabei nach Versorgungsform. So wurde rund ein Drittel (39,2 Prozent) der Menschen mit Pflegegrad 4 und 5 ohne externen Pflegedienst im Quartal mindestens einmal im Krankenhaus versorgt.

Bei gleicher Pflegeschwere aber mit ambulantem Pflegedienst waren über die Hälfte (50,4 Prozent) der Pflegebedürftigen mindestens einmal im Quartal hospitalisiert. Die Gruppe der im Pflegeheim versorgten Menschen mit Pflegegrad 4 und 5 lag bei der Hospitalisierung mit rund 40 Prozent zwischen diesen beiden ambulanten Gruppen.

Nahezu alle Pflegebedürftigen (95,7 Prozent) hatten 2023 im Durchschnitt der Quartale mindestens einen Arztkontakt. Die Pflegebedürftigen sahen mehrheitlich (87,9 Prozent) im Quartal im Durchschnitt einen Hausarzt oder eine Hausärztin.

73 Prozent sahen im Quartal mindestens einmal einen Facharzt oder eine Fachärztin. Bei Männern wurden häufig Urologen (18 Prozent) kontaktiert. Bei Männer und Frauen waren es zudem die Innere Medizin (18 Prozent), die Augenheilkunde (17 Prozent) und die Neurologie (rund 16 Prozent).

hil

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