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Forschungsausgaben in Deutschland international nur im Mittelfeld

  • Donnerstag, 11. Juni 2026
/aFotostock, stock.adobe.com
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Berlin – Deutschland hat im Jahr 2024 3,17 Prozent des Bruttoinlandprodukts für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben. Diese FuE-Quote ist ein neuer nationaler Höchststand, liegt aber international nur im Mittelfeld. Das geht aus dem neuen „Bundesbericht Forschung und Innovation“ hervor, den Dorothee Bär (CSU), Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), in Berlin vorgestellt hat.

Deutschland liegt mit seiner FuE-Quote dem Bericht zufolge über dem OECD-Durchschnitt von 2,72 Prozent und dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 2,13 Prozent. Es liegt im internationalen Vergleich aber hinter Ländern wie Israel, Südkorea, Schweden, den USA und Japan. Die Bundesregierung hat daher das Ziel, die FuE-Quote bis 2030 auf 3,5 Prozent zu steigern.

Deutschland gehört demnach weiterhin zu den führenden Forschungsnationen und erzielt mit 1.956 Publikationen pro eine Million Einwohner (2024) überdurchschnittliche Leistungswerte. Auch die Wirtschaft zähle zu den Stärken des deutschen Forschungs- und Innovationssystems, heißt es im Bericht. Insgesamt habe die deutsche Wirtschaft für Forschung und Entwicklung im Jahr 2024 rund 92,5 Milliarden Euro ausgegeben. 

Ein Schwerpunkt des Berichts ist die Hightech-Agenda Deutschland (HTAD). Sie wurde im Juli 2025 von der Bundesregierung beschlossen und adressiert „gezielt Stärken, Potenziale und Defizite in der technologischen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft Deutschlands, die maßgeblich die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit, sicherheitspolitische Autonomie und gesellschaftliche Resilienz beeinflussen“.

Durch die HTAD richte die Bundesregierung ihre Forschungs- und Innovationspolitik gezielt auf „die Förderung von Innovationen in sechs prioritären Schlüsseltechnologien“ aus.

Diese sind Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien für die klimaneutrale Mobilität. Für jede dieser Schlüsseltechnologien sind eigene Roadmaps mit technologischen und wirtschaftlichen Meilensteinen vorgesehen. Der Bundesbericht Forschung und Innovation erscheint alle zwei Jahre.

hil

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