Vermischtes

Forschungsdatenzentrum Gesundheit wird kontinuierlich weiterentwickelt

  • Montag, 9. Februar 2026
/greenbutterfly, stock.adobe.com
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Bonn – Das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelte Forschungsdatenzentrum Gesundheit soll kontinuierlich weiterentwickelt werden, kündigte heute der Leiter des FDZ Gesundheit, Steffen Heß, an.

Seit Oktober arbeitet das neu gegründete Zentrum daran, die Versorgungsforschung mit echten und möglichst aktuellen Daten aus dem deutschen Gesundheitswesen zu unterstützen. Heß sagte im Rahmen einer vom FDZ organisierten Gesprächsrunde, man wolle nun nach einigen Monaten ein erstes Feedback der nutzenden Akteure einholen – mehr als 50 Anträge seien bereits eingegangen.

Die „Produktreife“ reiche bereits für eine sinnvolle Nutzung, man arbeite aber stetig an der Weiterentwicklung. Dies umfasse Aspekte wie technische und organisatorische Fragen, die eigene Qualitätssicherung sowie die zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das Team personell zu verstärken, sei bereits eingeplant, betonte Heß.

Noch dieses Jahr werde sich der Umfang des grundsätzlich zur Verfügung stehenden Datenvolumens deutlich vergrößern. Im ersten Halbjahr sollen die GKV-Daten für 2024 bereitgestellt werden – und zwar inklusive eines erweiterten Datenkranzes, welcher dann auch beispielsweise Angaben zu Heil- und Hilfsmitteln oder aus der Pflege beinhaltet.

Zudem beginne man im zweiten Halbjahr mit der Einbindung von Daten aus der elektronischen Patientenakte (ePA). In einem „ersten Schritt“ wird es dabei konkret um die digitale Medikationsliste gehen, so Heß. Hiervon erwarte er nochmals einen deutlichen zusätzlichen Mehrwert im Vergleich zum Status Quo.

Bezüglich der Datenverfügbarkeit aus Landeskrebsregistern befinde man sich in der „Konzeptionsphase“, erläuterte der FDZ-Leiter. Erste vorbereitende Gespräche liefen bereits. Ebenfalls im Blick habe man erste Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz sowie den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS).

aha

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