Forschungsgemeinschaft fördert neue Forschungsgruppen

Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird neun neue Forschungsgruppen und eine neue sogenannte Kolleg-Forschungsgruppe fördern. Dafür stehen für die erste Förderperiode rund 49 Millionen Euro zur Verfügung. Zwei der neuen Gruppen widmen sich medizinischen Themen.
Die Forschungsgruppe „Die dynamische Steuerung von Stadienübergängen chronischer Lebererkrankungen durch Zelltod- und Alarmsignale (dangerhep)“ am Universitätsklinikum Düsseldorf will untersuchen, wie der Körper spezifische Alarmsignale bei Leberschädigungen freisetzt, wie diese Alarmsignale Interaktionen zwischen Leberzellen und Immunzellen steuern und wie diese Interaktionen wiederum Stadienübergänge vermitteln. Sprecher der Gruppe ist Tom Lüdde.
Die neue Forschungsgruppe „Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren als Treiber vaskulärer Erkrankungen (AbsInVasc)“ der Universität Lübeck will die Entstehung pathogener Autoantikörper untersuchen, die spezifisch für G-Protein-gekoppelte Rezeptoren sind.
Außerdem geht es um die Rezeptor-Antikörper-Wechselwirkungen sowie nachgeschaltete Signalwege. Letztlich will die Forschungsgruppe so Erkenntnisse über entzündliche Gefäßerkrankungen sowie zu neuen Therapien gewinnen. Sprecherin der Gruppe ist Gabriela Riemekasten.
Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Sie werden bis zu acht Jahre lang gefördert.
Die DFG unterstützt zurzeit 191 Forschungsgruppen, neun Klinische Forschungsgruppen und 18 Kolleg-Forschungsgruppen.
Klinische Forschungsgruppen sind durch die enge Verknüpfung von wissenschaftlicher und klinischer Arbeit charakterisiert, während Kolleg-Forschungsgruppen auf geistes- und sozialwissenschaftliche Arbeitsformen zugeschnitten sind.
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