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Forschungskonsortium will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs verbessern

  • Donnerstag, 15. Oktober 2026
/Tom, stock.adobe.com
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Heidelberg – Fortschritte bei der Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs will eine internationale Forschungsgruppe unter der Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) erzielen.

Aggressive Tumoren sollen früh und präzise erkannt, unnötige Eingriffe reduziert und Therapieentscheidungen besser auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden. Die Europäische Kommission fördert das Forschungsvorhaben „PROMETHEUS“ über vier Jahre mit vier Millionen Euro.

„Mit PROMETHEUS gehen wir einen neuen Schritt in der Präzisionsonkologie: weg von isolierten Einzelbefunden, hin zu einer intelligenten, multimodalen und erklärbaren klinischen Entscheidungsunterstützung“, erläuterte Magdalena Görtz, Forschungsgruppenleiterin am DKFZ und Oberärztin für Urologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Im Rahmen des Projektes erarbeitet das Konsortium ein intelligentes „Multi-Agenten-System“. Dazu werden mehrere spezialisierte KI-Agenten zu einem System zusammengeführt. Die einzelnen KI-Agenten analysieren und integrieren klinische Patientendaten, multiparametrische Bildgebung, pathologische Befunde und onkologische Langzeitverläufe.

Die Zusammenführung soll ermöglichen, Krankheitsverläufe umfassend und dynamisch zu modellieren. Das soll Ärztinnen und Ärzte künftig dabei unterstützen, individuell und patientenspezifisch einzuschätzen, ob ein Eingriff notwendig ist und welche Therapie für einen Patienten am besten geeignet ist.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erklärbarkeit und Vertrauenswürdigkeit von KI. Die Agenten sollen nicht nur Vorhersagen liefern, sondern diese nachvollziehbar begründen, verständlich erklären und Unsicherheiten transparent machen.

„Wir entwickeln keine Black Box, sondern ein transparentes, KI-gestütztes System, das medizinisches Wissen, hochqualitative Daten und Krankheitsverläufe zusammenführt und nutzbar macht“, so Görtz.

Neben dem DKFZ gehören zum EU-Konsortium das Erasmus Medical Center in Rotterdam, das Universitätsklinikum Heidelberg, das Karolinska Institut in Stockholm, das Radboud University Medical Center in Nijmegen, die Universität Umeå und die Unternehmensberatung PNO Innovation.

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