Freiwilligenregister für Notlage startet in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf – Ein Freiwilligenregister soll in einer Coronanotlage viele Helfer aus Gesundheitsberufen in Nordrhein-Westfalen (NRW) mobilisieren. Auf einem neuen Internetportal könnten sich Fachkräfte nun registrieren und Unterstützung für einen Versorgungsengpass anbieten, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute mit.
Der Appell richte sich etwa an Ärzte, Pfleger, medizinische Fachangestellte, aber auch an Verwaltungskräfte aus der Branche. „Wichtig ist: Mit der Registrierung ist keine Verpflichtung verbunden“, unterstrich Laumann. „Es geht zunächst nur um eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung.“
Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, versicherte: „Unsere medizinischen Versorgungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen sind aktuell nicht überfordert. Kein Patient muss auf akut notwendige Versorgung warten.“
Lokale Ausbrüche wie in Coesfeld oder Rheda-Wiedenbrück zeigten aber, dass in den kommenden Monaten immer wieder Unterstützung von freiwilligen medizinischen und pflegerischen Fachkräften vor Ort nötig werden könnte.
Hilfsbereitschaft komme durch das Freiwilligenregister genau da an, wo sie gebraucht werde, betonte auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Johannes Albert Gehle. Es sei wichtig, im Gesundheitswesen zusätzliche Versorgungsstrukturen zu sichern, um auch perspektivisch eine Überlastung des Gesundheits- und Pflegesystems durch die Pandemie zu verhindern.
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