G-BA: AMNOG-Verfahren hat rund zwölf Milliarden Euro eingespart

Berlin – Die Arzneimittelbewertungen im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) haben im vergangenen Jahr rund zwölf Milliarden Euro an Einsparungen für das Gesundheitswesen erbracht. Das geht aus dem neuen Jahresbericht des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hervor.
Darin gibt der G-BA einen Überblick über seine Arbeit: Danach hat der Bundesausschuss 2025 rund 700 Beschlüsse getroffen. Das Spektrum reicht von der neuen Lungenkrebsfrüherkennung über den Start der europaweiten Bewertungen von therapeutischen und diagnostischen Verfahren bis hin zur Aufnahme der Liposuktion beim Lipödem in den regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.
Die politische Dimension der G-BA-Arbeit betont der unparteiische Vorsitzende des Gremiums, Josef Hecken, in dem Bericht. „Die Politik war und ist immer wieder versucht, Gelder der gesetzlichen Krankenversicherung zweckentfremdet zu verwenden“, schreibt er in einem Statement. Zum Teil sei das Ziel dabei, Wirtschaftsförderung zu betreiben oder Gelder einzusparen.
Die Politik dürfe aber nicht übersehen, dass in vielen Bereichen auch Investitionen notwendig seien, zum Beispiel in der Prävention. „Bei vielen kann der G-BA mit seiner Arbeit zu Lösungen beitragen. Denn die wissenschaftlich fundierte Nutzenorientierung steht bei seinen Entscheidungen immer an erster Stelle“, so Hecken.
Bei den anstehenden Reformen im Gesundheitswesen sind seines Erachtens die Weiterentwicklung der Notfallversorgung, der Aufbau eines primär Versorgungssystems, der Abbau von Bürokratie und ein Vorantreiben der Digitalisierung vorrangig.
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