Geldanlagen der Sozialversicherungsträger leicht geschrumpft
Bonn – Die Geldanlagen der bundesunmittelbaren Krankenkassen sind Ende 2015 um rund 790 Millionen Euro geschrumpft. Das hat heute das Bundesversicherungsamt (BVA) mitgeteilt. Der Rückgang sei insbesondere auf den Ausgabenüberschuss des Jahres 2015 zurückzuführen, hieß es vom BVA. „Das Geldvermögen der Sozialversicherungsträger ist wie erwartet von 2014 auf 2015 gesunken“, betonte BVA-Präsident Frank Plate. Die Mittel seien aber „liquide und sicher angelegt“.
Das BVA führt als Rechtsaufsicht der bundesunmittelbaren Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherungsträger jährliche Abfragen zu den Geldanlagen dieser Versicherungsträger durch. Wie die Behörde bekanntgab, summierte sich der Wert der Geldanlagen der Krankenkassen auf 25,5 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 41 Prozent des Gesamtanlagevolumens der Sozialversicherungsträger, die zusammen rund 61 Milliarden Euro an Geldanlagen besitzen.
Dem BVA zufolge legen die Sozialversicherungsträger ihre Gelder überwiegend kurz- bis mittelfristig an (bis drei Jahre). Der größte Teil des Anlagevolumens in Höhe von 51,8 Milliarden Euro (entspricht 83,5 Prozent der Mittel) entfällt auf Einlagen. Daneben sind 3,8 Milliarden Euro (entspricht 6,1 Prozent) in Wertpapiere (Direktinvestments) und 6,5 Milliarden Euro (10,4 Prozent) in Investmentvermögen angelegt.
Anteile an Investmentfonds werden von den bundesunmittelbaren Kranken- und Unfallversicherungsträgern überwiegend erworben, um ihrer gesetzlichen Verpflichtung zum Aufbau eines Kapitalstocks zur Deckung zukünftiger Altersversorgungsverpflichtungen nachzukommen, heißt es vom BVA.
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