Politik

Geldanlagen der Sozialversicherungs­träger leicht geschrumpft

  • Dienstag, 25. April 2017

Bonn – Die Geldanlagen der bundesunmittelbaren Krankenkassen sind Ende 2015 um rund 790 Millionen Euro geschrumpft. Das hat heute das Bundesversicherungsamt (BVA) mit­ge­teilt. Der Rückgang sei insbesondere auf den Ausgabenüberschuss des Jahres 2015 zurück­zu­führen, hieß es vom BVA. „Das Geldvermögen der Sozial­versicherungs­träger ist wie erwartet von 2014 auf 2015 gesunken“, betonte BVA-Präsident Frank Plate. Die Mittel seien aber „liquide und sicher angelegt“.

Das BVA führt als Rechtsaufsicht der bundesunmittel­baren Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherungsträger jährliche Abfragen zu den Geldanlagen dieser Versiche­rungs­träger durch. Wie die Behörde bekanntgab, summierte sich der Wert der Geldanla­gen der Kran­kenkassen auf 25,5 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 41 Prozent des Ge­samt­anlage­volu­mens der Sozialversicherungsträger, die zusammen rund 61 Milliar­den Euro an Geldanlagen besitzen.

Dem BVA zufolge legen die Sozialversicherungsträger ihre Gelder überwiegend kurz- bis mittelfristig an (bis drei Jahre). Der größte Teil des An­lagevolumens in Höhe von 51,8 Milli­ar­den Euro (entspricht 83,5 Prozent der Mittel) entfällt auf Einlagen. Daneben sind 3,8 Milliarden Euro (entspricht 6,1 Prozent) in Wertpapiere (Direktinvestments) und 6,5 Milli­arden Euro (10,4 Prozent) in Investmentvermögen angelegt.

Anteile an Investment­fonds werden von den bundesunmittelbaren Kranken- und Unfall­ver­sicherungsträgern überwie­gend erworben, um ihrer gesetzlichen Verpflichtung zum Aufbau eines Kapitalstocks zur Deckung zukünftiger Altersversorgungsverpflichtungen nachzukommen, heißt es vom BVA.

may/EB

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