Vermischtes

Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz machen Unternehmen attraktiver

  • Mittwoch, 4. Februar 2026
/Sandwish, stock.adobe.com
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Berlin – Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz im Unternehmen stärken die Motivation, Bindung und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten.

Je umfassender und besser verankert diese Maßnahmen sind, desto höher bewerten Beschäftigte Arbeitgeberattraktivität, Bindung und Arbeitszufriedenheit – zusätzlich zu bekannten Faktoren wie Gehalt oder Arbeitsbedingungen. Das berichtet die Initiative Gesundheit und Arbeit (Iga) nach einer Analyse des Forschungsstands, Interviews mit acht Unternehmen sowie Befragung von 1.847 Beschäftigten.  

Für kleinere Betriebe gilt danach: Es kommt auf die Qualität der Umsetzung von Gesundheitsförderungs- und Arbeitsschutzmaßnahmen an. „Es geht darum, die Mitarbeitenden gut zu informieren, aktiv einzubinden und durch Vorgesetzte tatkräftig zu unterstützen. Wird dies erfolgreich umgesetzt, wirken auch wenige Maßnahmen nahezu genauso stark auf die Arbeitgeberattraktivität wie ein breites, systematisches Angebot“, schreibt die Iga-Arbeitsgruppe.

Wichtig sei außerdem, den Schwerpunkt auf strukturellen Verbesserungen zu legen, beispielsweise in der Arbeitsorganisation oder den Abläufen. Dies wirkt sich laut der Analyse in der Regel stärker auf die Arbeitgeberattraktivität aus als verhaltensbezogene Angebote für Beschäftigte.

Die Iga empfiehlt, Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz nicht isoliert zu betrachten, sondern sie mit anderen Gestaltungsfeldern zu verknüpfen. Dazu zählen Arbeitsorganisation, Teamarbeit und Führung. Regelmäßige Rückmeldungen der Beschäftigten helfen dabei, Angebote anzupassen und weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus sei es besser, wenige, aber glaubwürdige Maßnahmen zu etablieren, als eine Vielzahl an Einzelaktionen ohne differenzierte Umsetzungsgestaltung und Verankerung zu starten. Ziel sollte es sein, passgenaue Einstiege zu schaffen, die zum jeweiligen Betrieb passen und die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung bilden, heißt es in dem Bericht.  

Iga ist eine Kooperation des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, des Verbandes der Ersatzkassen und der Innungskrankenkassen. 

hil

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