Politik

Gewerkschaft will auf drohende Verschlechterungen in der Altenpflege aufmerksam machen

  • Montag, 31. August 2026
Pflegekräfte starten ihre Tour von Magdeburg nach Berlin. Über 204 km soll der Protest für die geplante Pflegereform in Tagesetappen absolviert werden. /picture alliance, Thomas Schulz
Pflegekräfte starten ihre Tour von Magdeburg nach Berlin. Über 204 km soll der Protest für die geplante Pflegereform in Tagesetappen absolviert werden. /picture alliance, Thomas Schulz
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Magdeburg – Als Protest gegen die geplante Pflegereform wollen Beschäftige aus der Altenpflege ein Pflegebett von Magdeburg bis nach Berlin schieben. Start war gestern in Magdeburg. Die Tour über 204 Kilometer soll am 7. September um 16.00 Uhr vor dem Reichstagsgebäude enden, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Die Forderungen sollen dort an Bundestagsabgeordnete übergeben werden.

„Wir machen Druck, damit Menschen bei Pflegebedürftigkeit gut abgesichert sind und wir Beschäftigte in der Altenpflege zu guten Bedingungen arbeiten können“, sagte Mitinitiator Hans-Jürgen Schneider. „Dafür ist uns kein Weg zu weit.“

Der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz müsse grundlegend überarbeitet werden. Eine geplante Aussetzung der Tariflohnpflicht und die unzureichende Refinanzierung von Tariferhöhungen etwa sieht die Gewerkschaft Verdi kritisch. Die Aktion wende sich auch gegen die Kürzung von Zuschüssen für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

„Ein Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Versicherung würde Ungerechtigkeiten beseitigen“, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

„Darüber hinaus sollten Beiträge auf alle Einkommensarten erhoben werden, auch zum Beispiel auf hohe Mieteinnahmen und Aktiengewinne. Das würde dauerhaft eine bedarfsgerechte Pflege für alle ermöglichen.“

dpa

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