Vermischtes

Glaube an stabile Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung gering

  • Donnerstag, 30. Juli 2026
/picture alliance, Zoonar, Markus Grummt
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Berlin – Trotz des jüngst beschlossenen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) – einem massiven Sparprogramm der Bundesregierung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) – glaubt eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht an dauerhaft stabile Beiträge. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hervor.

Der Umfrage zufolge rechnen 88 Prozent der Deutschen damit, dass die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung noch in diesem oder im kommenden Jahr weiter steigen werden. Nur zehn Prozent halten weitere Beitragserhöhungen für eher unwahrscheinlich, der Rest war unentschieden.

Die Skepsis ist damit den Angaben zufolge trotz der Reform sogar noch leicht gewachsen. Bereits kurz nach der Bundestagswahl 2025 hatten in einer vergleichbaren Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK 86 Prozent der Befragten mit weiteren Beitragserhöhungen gerechnet. Bei der nun unmittelbar nach der Verabschiedung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vorgenommenen Umfrage waren es 88 Prozent.

Die schwarz-rote Regierung hatte am letzten Tag vor der parlamentarischen Sommerpause mit der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat ihr hoch umstrittenes GKV-Sparprogramm über die Ziellinie gebracht. Es sieht unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern und begrenzte Vergütungen für Ärzte und Krankenhäuser vor.

Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, mahnte an, das Sparpaket nicht aufzuweichen. Gerade die jüngsten Zusagen in Höhe von 550 Millionen Euro per Rechnungsaufschlag für die Krankenhäuser sowie durch weitere Ausnahmen und Zugeständnisse etwa in Richtung Pharmaindustrie hätten für Unsicherheiten in der Bevölkerung gesorgt.

Eine Mehrheit (56 Prozent) der gesetzlich Versicherten hatte sich in der Umfrage nicht bereit gezeigt, aufgrund von geringeren Einsparungen bei den Kliniken künftig höhere Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen.

afp/EB

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