Hausärzte: Koalition will Verbesserungen zügig umsetzen

Berlin – Die schwarz-rote Bundesregierung will ihre im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserungen für die Hausärztinnen und Hausärzte zügig umsetzen. Das hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), beim Neujahrsempfang des Deutschen Hausärzteverbandes am Mittwoch in Berlin bekräftigt.
„Die Bedeutung der Rolle der Hausärzte ist uns bewusst“, sagte Widmann-Mauz vor rund 250 Gästen aus Ärzteschaft, Politik und Verbänden im Gesundheitswesen. Ohne eine ausreichende Zahl an Hausärzten sei die qualitativ hochwertige flächendeckende Versorgung einer alternden Bevölkerung nicht zu gewährleisten. Die Staatssekretärin versprach, dass die große Koalition Hindernisse zügig abbauen und damit Perspektiven auch für den hausärztlichen Nachwuchs schaffen wolle.
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD Forderungen des Hausärzteverbandes aufgegriffen. Danach sollen künftig die Vertreterversammlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu gleichen Teilen aus Haus- und Fachärzten bestehen, die eigenständig über ihre jeweiligen Belange entscheiden.
Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, rein hausärztliche Medizinische Versorgungszentren zu gründen. Außerdem sollen die Krankenkassen auch weiterhin verpflichtet sein, ihren Versicherten eine hausarztzentrierte Versorgung anzubieten. Die bislang geltenden Vergütungsbeschränkungen für die Hausarztverträge zwischen Hausärzteverbänden und Krankenkassen sollen fallen. Allerdings müsse man hier über alternative Instrumente nachdenken, die die Wirtschaftlichkeit der Versorgung sicherstellen, schränkte Widmann-Mauz jetzt in Berlin ein.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, gab sich optimistisch. „2014 wird ein spannendes Jahr“, sagte er am Mittwochabend. „Es stehen entscheidende Weichenstellungen an, um die hausärztliche Versorgung für die Zukunft zu sichern.“ Er hoffe, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserungen jetzt zügig umgesetzt werden. Dem neuen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bot er eine sachlich konstruktive Zusammenarbeit an.
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