Ausland

Hilfsorganisationen treten vor Sudan-Konferenz für entschlossenes Handeln ein

  • Montag, 13. April 2026
/picture alliance, Eva-Maria Krafczyk
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Berlin – Die im Deutschen Sudan-Netzwerk zusammengeschlossenen Hilfsorganisationen fordern vor der dritten Internationalen Sudan-Konferenz in Berlin entschlossenes Handeln zum Schutz der Menschen in der derzeit größten humanitären Krise der Welt. Es müsse oberste Priorität haben, dass die Zivilbevölkerung geschützt werde, so die Netzwerkmitglieder. Zu ihnen gehören unter anderem die Welthungerhilfe, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Amnesty International, Diakonie Katastrophenhilfe, Save the Children und Plan International.

Die internationale Konferenz übermorgen besteht aus einem Außenministertreffen, einer humanitären Konferenz mit Finanzierungszusagen und einer Zusammenkunft ziviler Akteure, um einen Friedensfahrplan auszuhandeln. Ausgerichtet wird die Konferenz von der Bundesregierung gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europäischen und Afrikanischen Union.

Der Bürgerkrieg im Sudan begann am 15. April 2023 aus einem Machtkampf zwischen dem sudanesischen De-facto-Führer Abdel-Fattah al-Burhan und seinem ehemaligen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo.

Menschenrechtsorganisationen werfen sowohl der Regierungsarmee SAF als auch Daglos Miliz RSF zahlreiche Menschenrechts- und Kriegsverbrechen vor. Angesichts weit verbreiteten Hungers und derzeit 11,6 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen sprechen die UN von der größten humanitären Krise der Welt.

„Menschen in Not brauchen ungehinderten und sicheren Zugang zu humanitärer Hilfe – unabhängig von einem Waffenstillstand“, betont das Sudan-Netzwerk. Es brauche mehr Druck auf die Konfliktparteien, die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen zu schützen, Hilfsprogramme nicht länger einzuschränken und humanitären Zugang zu gewähren.

Zudem müssten die Gelder für humanitäre Hilfe aufgestockt werden. So war im vergangenen Jahr der humanitäre Hilfsplan in Höhe von 4,2 Milliarden US-Dollar nur zu 39,5 Prozent gedeckt; der Hilfsplan für 2026 sei bislang nur zu 16 Prozent finanziert.

dpa

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