Hitzewelle erhöht Beratungsbedarf in Apotheken

Berlin – Sommerliche Hitze ist ein Thema auch in Apotheken: Bei knapp einem Viertel (24 Prozent) der Apotheken ist die Beratung zu Hitze und Hitzebeschwerden in den letzten ein bis zwei Jahren gestiegen. Bei 58 Prozent ist die Nachfrage unverändert und nur bei 18 Prozent gesunken. Das berichtet das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IFH Köln in der aktuellen Ausgabe seines Apothekenkonjunkturindex (APOkix).
Danach sehen rund acht von zehn Apotheken (81 Prozent) angesichts zunehmender Hitzeereignisse die Notwendigkeit, hitzebedingte Arzneimittelrisiken stärker zu berücksichtigen. Ebenso viele (81 Prozent) sind der Ansicht, dass Apotheken eine aktive Rolle bei der Aufklärung insbesondere vulnerabler Personengruppen über hitzebedingte Risiken übernehmen sollten.
Die große Mehrheit (87 Prozent) berät im Sommer bereits jetzt zu Lagerung und Transport hitzeempfindlicher Arzneimittel. 80 Prozent der befragten Apotheken geben an, dass vielen nicht bewusst sei, wie wichtig der Schutz von Arzneimitteln vor hohen Temperaturen bei Transport und Lagerung sei.
Auch im eigenen Umgang mit hitzeempfindlichen Arzneimitteln spielt der Schutz vor hohen Temperaturen für Apotheken eine wichtige Rolle: 96 Prozent der befragten Apotheken sind überzeugt, dass Arzneimittel beim eigenen Botendienst nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden.
In Bezug auf den pharmazeutischen Großhandel sind 82 Prozent und beim Direktbezug vom Hersteller 70 Prozent dieser Meinung. Neun von zehn Apotheken (91 Prozent) bezweifeln hingegen, dass Versandapotheken die vorgeschriebenen Temperaturbedingungen zuverlässig einhalten.
Für die Beratung und die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen werden Apotheken durch verschiedene Informations- und Praxismaterialien unterstützt. Dabei sind die Informationsmaterialien der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) 69 Prozent der Apotheken bekannt, den Musterhitzeschutzplan der Bundesapothekerkammer kennen 57 Prozent.
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