Humanitäre Helfer im Nordosten Nigerias getötet
Abuja – Bei einem mutmaßlichen Angriff der islamistischen Terrormiliz Boko Haram sind im Nordosten Nigerias drei humanitäre Helfer getötet worden. Weitere Helfer seien bei dem Angriff in der Nacht zum vergangenen Freitag verletzt worden, erklärte der UN-Koordinator der humanitären Hilfe in Nigeria, Edward Kallon.
Die UN sprachen von Angreifern einer „nichtstaatlichen Gruppe“. Örtliche Medien schrieben den Angriff auf die Kleinstadt Rann der Boko Haram zu. In Rann leben rund 55.000 Menschen in einem Lager für Binnenflüchtlinge.
„Helfer riskieren jeden Tag ihr Leben, um bedürftige Frauen, Kinder und Männer zu unterstützen“, erklärte Kallon. Zwei der getöteten nigerianischen Helfer arbeiteten als Koordinatoren in dem Lager für Binnenflüchtlinge für die Internationale Organisation für Migration (IOM), ein Arzt arbeitete für das UN-Kinderhilfswerk Unicef.
Im Nordosten Nigerias versuchen rund 3.000 Helfer die von Boko Haram ausgelöste humanitäre Krise zu bewältigen. UN-Angaben zufolge sind dort etwa fünf Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Rund 2,5 Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Terrormiliz Boko Haram sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen.
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