Intensivmediziner bereiten Versorgung von Kindern aus der Ukraine vor

Berlin – Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bereitet im Augenblick die Versorgung von Kindern aus der Ukraine vor, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen.
„Wir haben eine Koordinierungsstelle eingerichtet, bei der Kinderintensivanfragen ab sofort über eine zentrale E-Mail-Adresse eingehen und koordiniert innerhalb Deutschlands verteilt werden können“, erläuterte Florian Hoffmann, Generalsekretär der DIVI.
Er hat die Initiative zusammen mit seinen Kollegen Martin Olivier und Bernd Landsleitner von der DIVI-Sektion Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin sowie Präsidiumsmitglied Sebastian Brenner ins Leben gerufen. Sie haben bundesweit Kinderintensivstationen mit der Bitte angeschrieben, Ansprechpartner für Anfragen zu benennen. Mehr als 50 Kinderintensivstationen beteiligen sich bereits.
„Nur gemeinsam und über diese zentrale Koordination können wir eine optimale Verteilung und damit Versorgung der Kinder, welche dringend eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, erreichen. Denn wir müssen damit rechnen, dass noch viele Kinder zu uns kommen werden, auch weil unsere Nachbarländer wie zum Beispiel Polen an ihre Belastungsgrenzen kommen“, so Hoffmann.
„Wir laden alle Kollegen und Kolleginnen, die den Aufruf bisher noch nicht erhalten haben, ein, sich auch zu beteiligen. Nur gemeinsam wird diese Aufgabe zu bewältigen sein“, ergänzte Brenner. Die Kontakt-E-Mail dafür lautet picu-ukraine@divi.de.
Die DIVI erinnert, dass die Ukraine vor wenigen Tagen einen russischen Angriff auf eine Kinderklinik in der Hafenstadt Mariupol vermeldet hat. „Die Flüchtlingszahlen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet steigen rasant – und dabei vermutlich auch der Anteil an kranken, versorgungsbedürftigen Kindern“, hieß es aus der Fachgesellschaft.
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