Interessenvertretung für Transplantationsbetroffene gegründet
Mainz – In Deutschland gibt es eine neue Interessenvertretung für Transplantationsbetroffene: die Bundesarbeitsgemeinschaft Transplantation und Organspende (BAG TxO). Gründer sind der Bundesverband der Organtransplantierten (BDO), der Bundesverband Niere (BN) und Lebertransplantierte Deutschland.
„Mit der BAG TxO möchten wir unsere Kräfte und Kompetenzen bündeln und uns für die Anliegen der Transplantationsbetroffenen gemeinsam einsetzen“, erklärten Jutta Riemer (Lebertransplantierte Deutschland), Stefan Mroncz (Bundesverband Niere) und Burkhard Tapp (Bundesverband der Organtransplantierten).
Ein Anliegen der BAG TxO sei es, mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Organspende und Transplantation zu erreichen. Auch wolle sich die BAG TxO für eine flächendeckende Realisierung von Organspenden in den Krankenhäusern einsetzen, kündigte die neue Organisation an.
Aktuell wichtigstes Thema für die BAG TxO ist die immer noch in Teilen fehlende Umsetzung des bereits im Jahr 2012 novellierten Transplantationsgesetzes. Weil es in den Bundesländern an der Umsetzung hapert, fordert die neue Organisation diese auf, die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere zur Konkretisierung der Freistellungsregelungen sowie die Beschäftigungsbedingungen der Transplantationsbeauftragten, im jeweiligen Landesgesetz „umgehend zu regeln“, heißt es.
Zudem sollen sie die Verwendung der zweckgebundenen Zuwendungen für die Aufgaben der Transplantationsbeauftragten einfordern und die notwendige Transparenz gewährleisten. Die BAG TxO weist darauf hin, dass man „ausnahmsweise“ auf die föderalen Strukturen verzichten könnte. Die Organisation kann sich „alternativ auch eine bundesweit einheitliche Regelung für Transplantationsbeauftragte vorstellen“.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: