Vermischtes

Interessenvertretung für Transplantations­betroffene gegründet

  • Montag, 30. Januar 2017

Mainz – In Deutschland gibt es eine neue Interessenvertretung für Transplantations­be­troffene: die Bundesarbeits­ge­mein­schaft Transplantation und Organspende (BAG TxO). Gründer sind der Bundesverband der Organtransplantierten (BDO), der Bundesver­band Niere (BN) und Lebertransplantierte Deutschland.

„Mit der BAG TxO möchten wir unsere Kräfte und Kompetenzen bündeln und uns für die Anliegen der Transplantationsbetroffenen gemeinsam einsetzen“, erklärten Jutta Riemer (Lebertransplantierte Deutschland), Stefan Mroncz (Bundesverband Niere) und Burk­hard Tapp (Bundesverband der Organtransplantierten).

Ein Anliegen der BAG TxO sei es, mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Organspende und Transplantation zu erreichen. Auch wolle sich die BAG TxO für eine flä­chen­decken­de Realisierung von Organspenden in den Krankenhäusern einsetzen, kündigte die neue Organisation an.

Aktuell wichtigstes Thema für die BAG TxO ist die immer noch in Teilen fehlende Umset­zung des bereits im Jahr 2012 novellierten Transplantationsgesetzes. Weil es in den Bundesländern an der Umsetzung hapert, fordert die neue Organisation diese auf, die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere zur Konkretisie­rung der Freistellungsregelungen sowie die Beschäftigungsbedingungen der Transplan­tationsbeauftragten, im jeweiligen Landesgesetz „umgehend zu regeln“, heißt es.

Zudem sollen sie die Verwendung der zweckgebundenen Zuwendungen für die Aufgaben der Transplantationsbeauftragten einfordern und die notwendige Transparenz gewähr­leis­­ten. Die BAG TxO weist darauf hin, dass man „ausnahmsweise“ auf die föderalen Struk­turen verzichten könnte. Die Organisation kann sich „alternativ auch eine bun­des­weit einheitliche Regelung für Transplantationsbeauftragte vorstellen“.

EB

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