Kassenärztliche Vereinigung Bayerns: Dialog zur Akutversorgung pflegen

Fürstenfeldbruck – Die Frage, wie eine leistungsfähige Notfall- und Akutversorgung auch in Zeiten knapper Ressourcen gesichert werden kann, stand im Mittelpunkt der dritten „in.SAN“-Konferenz der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Der Vorstand der KVB, Christian Pfeiffer, Peter Heinz und Claudia Ritter-Rupp, betonte die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs.
„Der Reformbedarf ist seit langem bekannt. In Bayern haben wir bereits seit zehn Jahren eine gut funktionierende, flächendeckende Akut- und Notfallversorgung mit enger Zusammenarbeit aller Beteiligten.“ Was man jetzt brauche, seien „klare, realistisch umsetzbare gesetzliche Vorgaben im Rahmen der Notfallreform sowie eine verlässliche und gesicherte Finanzierung der für die Patientenversorgung notwendigen Strukturen“, so die KVB.
Beachtet werden müssten dabei die regional sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen: Während eine flächendeckende 24/7-Notfallstruktur in Großstädten umsetzbar erscheine, stießen ländliche Regionen an personelle Grenzen.
Reformen müssten deshalb am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet sein. Zudem sei eine stärkere Steuerung der Patientinnen und Patienten in die jeweils richtige Versorgungsebene unumgänglich. Regionale Lösungen, klare Verantwortlichkeiten und eine transparente Steuerung seien entscheidend, hieß es von KVB.
Bei der Konferenz wurden auch konkrete Projekte vorgestellt, mit denen die KVB im Verbund mit Partnern bereits innovative Ansätze verfolgt. Beispielsweise mit „DispoDigital“ – einer digitalen Plattform zur besseren Patientenlenkung – oder auch „RTWAkut“.
Ziel von RTWAkut ist es, das Entlastungspotenzial für die zentralen Notaufnahmen (ZNA) zu erfassen und Hilfesuchende, sofern medizinisch vertretbar, gezielt aus dem Rettungsdienst in die ambulante Versorgung weiterzuleiten.
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