Kinderpalliativdienst für Mecklenburg-Vorpommern
Rostock – Das Projekt „Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung“ (SAPV) von schwerkranken Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern des Teams „Mike Mövenherz“ wird zwei Jahre alt. Rund dreißig junge Patienten hat das mobile Palliativ-Team aus Ärzten, Pflegern und einer Koordinatorin seit dem Start des Projekts 2014 betreut. Viele von ihnen leben nicht mehr.
„Wir begleiten Kinder, die an Krebs leiden, an Hirnschäden, Stoffwechselkrankheiten, Muskelschwund oder Leberversagen. Kinder, die sterben werden. Sie und ihre Eltern wissen, dass jeder Tag ganz besonders wertvoll ist“, erklärte Carl Classen, ärztlicher Leiter des Teams. Dabei werde keine Akutmedizin geleistet, sondern nach dem Grundsatz „Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben“ (Cicely Saunders) gemeinsam mit den Eltern nach Möglichkeiten gesucht, das Leiden ihrer Kinder zu verringern.
Seit 2007 besteht der vom Rostocker Kinderhospizdienst OSKAR und der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Rostock initiierte Arbeitskreis „Mike Mövenherz“. In seinem Rahmen treffen sich rund alle zwei Monate Mediziner, Pflegekräfte, Therapeuten, Psychologen und auch Betroffene aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, um sich über aktuelle Fälle und Grundsatzthemen auszutauschen.
Sie bilden ein Netzwerk, das in jedem Teil des großflächigen und dünn besiedelten Bundeslandes kurzfristig eine interdisziplinäre Betreuung schwerstkranker Kinder anbieten kann. Das aus ihm hervorgegangene SAPV-Team des Universitätsklinikums ist für aufgenommene Patienten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erreichbar.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: