Vermischtes

Komplikationen bei außerklinischen Geburten selten

  • Montag, 13. Oktober 2025
/picture alliance, SZ Photo, Stephan Rumpf
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Berlin – Knapp zwei Prozent aller Geburten finden außerhalb von Kliniken statt. Komplikationen sind dabei nach einem neuen Bericht der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG) selten.

Der Qualitätsbericht 2024 der QUAG umfasst die Auswertung von 15.486 geplanten Einlingsgeburten inklusive mütterlicher und kindlicher Outcomes, darunter Geburtsmodus, Überleitungen, Morbidität und Mortalität.

Es zeigt sich, dass im vergangenen Jahr rund 55 Prozent der außerklinischen Geburten in einer hebammengeleiteten Einrichtung (HgE) stattfanden, meist einem Geburtshaus. 45 Prozent erfolgten als Hausgeburten.

Von den 15.486 erfassten Geburten verliefen 82,4 Prozent wie geplant am außerklinischen Ort. 17,6 Prozent der Gebärenden wurden während der Geburt in eine Klinik übergeleitet, meist ohne Notfallcharakter. 5,1 Prozent der Überleitungen erfolgten „in Eile“ wie es in dem Bericht heißt.

91,3 Prozent der Geburten endeten spontan, 5,8 Prozent per Kaiserschnitt. Ein Dammschnitt wurde in 2,5 Prozent der vaginalen Geburten durchgeführt, ein Dammriss dritten oder vierten Grades trat bei 1,1 Prozent auf. 94 Prozent der Neugeborenen zeigten nach der Geburt keine Auffälligkeiten.

Der häufigste kindliche Befund war Atemnot (1,45 Prozent). Die perinatale Mortalität lag bei 0,1 Prozent – etwa ein Kind pro tausend Geburten. Mütterliche Todesfälle wurden nicht dokumentiert. 

Laut den Autorinnen und Autoren bestätigt der Bericht, dass außerklinische Geburten unter den gegebenen Qualitätsstandards „ein sicherer Geburtsort für gesunde Frauen mit normal verlaufender Schwangerschaft“ sind. 

Im QUAG-Qualitätsbericht werden jährlich die Ergebnisse der bundesweiten Untersuchung über Geburten zu Hause und in von Hebammen geleiteten Einrichtungen veröffentlicht.

Seit Herbst 2015 sind alle Hebammen, die Hausgeburten betreuen, verpflichtet, an der Perinatalerhebung der QUAG teilzunehmen. Auch die Erhebung von Geburtshäusern ist auf freiwilliger Basis laut dem Verband fast vollständig. 

hil

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