Politik

Krankenhäuser verzeichnen starken Personalzuwachs

  • Donnerstag, 19. März 2026
/Monkey Business, stock.adobe.com
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Berlin – Die Krankenhäuser haben in den vergangenen Jahren umfangreich Personal aufgebaut. Mit rund 1,7 Millionen Beschäftigten sei das Krankenhauswesen heute einer der bedeutendsten Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktoren Deutschlands, teilte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in Berlin mit.

Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten der deutschen Krankenhäuser nach Aussagen des neuen Fachkräftemonitoring der DKG seit dem Jahr 2000 um 31 Prozent beziehungsweise rund 313.000 gestiegen. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibe der Fachkräftemangel eine große Herausforderung für die Krankenhäuser, heißt es.

Ursachen dafür seien die alternde Gesellschaft und eine ausgeprägte Bürokratiebelastung im Gesundheitswesen. Die Untersuchung rechnet damit, dass bis 2035 rund 300.000 Beschäftigte deutscher Kliniken altersbedingt ausscheiden werden.

Besonders stark hat sich dem Monitor zufolge die Zahl der Beschäftigten im Pflegedienst entwickelt, die mit rund 40 Prozent die größte Gruppe der Krankenhausbeschäftigten ausmachen.

Umgerechnet in Vollzeitstellen ist sie in den vergangenen zehn Jahren um rund 90.000 auf fast 409.000 im Jahr 2024 gewachsen. Die Zahl der Vollzeitäquivalente im ärztlichen Bereich ist im selben Zeitraum um etwa 30.000 auf mehr als 180.000 gestiegen.

„Dass in den Krankenhäusern wieder mehr Menschen arbeiten, ist eine gute Entwicklung. Krankenhäuser bieten heute zahlreiche sinnstiftende, sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze an und sind für hoch qualifizierte Fachkräfte attraktive Arbeitsorte“, erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, Henriette Neumeyer.

Die positive Entwicklung dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der demografische Wandel dazu führe, dass in den kommenden Jahren die besonders große Gruppe der Babyboomer die Krankenhäuser in den Ruhestand verlasse. „Diese Lücke zu schließen, ist nach wie vor eine riesige Herausforderung.“

Neumeyer kritisierte zugleich, dass die Politik den Krankenhäusern zusätzlich zum demografischen Wandel Hürden in den Weg lege. So beklagten fast alle befragten Krankenhäuser hohen bürokratischen und dokumentarischen Aufwand bei den Personalbemessungsinstrumenten. Wer Gesundheitsversorgung für die Zukunft sichern möchte, komme um konsequente Entbürokratisierung nicht herum.

kna

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