Politik

Krisendienst für psychische Notlagen wird in Bayern aufgebaut

  • Dienstag, 31. Juli 2018

München – Für Menschen in psychischen Notlagen wird in den kommenden drei Jahren ein bayernweiter Krisendienst aufgebaut. Kern ist eine zentrale Telefonnummer, bei der sich Betroffene und deren Angehörige rund um die Uhr Hilfe holen können.

Für den Betrieb der Leitstellen stelle der Freistaat acht Millionen Euro zur Verfügung, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gestern in München. Außerdem gibt es mobile Krisenteams, die in akuten Notfällen vor Ort helfen. Sie sollen von den Regierungsbezirken finanziert werden.

Pro Regierungsbezirk soll es laut Gesetz in spätestes drei Jahren eine Leitstelle geben, besetzt mit erfahrenen Fachkräften wie Psychologen, Psychotherapeuten oder Sozialpädagogen. Außerdem muss sie über Ärzte oder Fachärzte verfügen, die sich mit Themen wie Psychiatrie oder Nervenheilkunde auskennen. Vorreiter sind die Regierungsbezirke in Mittelfranken und Oberbayern, in denen es bereits einen Krisendienst gibt.

Grundlage ist das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG), dessen Hilfeteil laut Ministerium am 1. August in Kraft tritt. Um das Gesetz war heftig gerungen worden. Mitte Juli hatte der Landtag einer deutlich abgeschwächten Fassung zugestimmt. So wurde unter anderem auf eine Zentraldatei zur Erfassung sämtlicher Patienten verzichtet, die zwangsweise in der Psychiatrie untergebracht werden.

dpa

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