KV Niedersachsen betont gesellschaftliche Herausforderung durch den Ärztemangel
Hannover – Die ambulante medizinische Versorgung in Niedersachsen kann nur gesichert werden, wenn dabei alle Akteure des Gesundheitswesens und der Politik eng zusammenarbeiten. Das hat der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Niedersachsen, Mark Barjenbruch, heute auf der Konferenz „Niederlassen in Niedersachsen“ betont.
Zu dem Treffen in Hannover waren rund 180 Gäste aus Politik, Gemeinden, Kommunen und Gesundheitswesen nach Hannover gekommen. Um langfristig die ambulante Versorgung sicherzustellen, sei ein attraktives Gesamtpaket für niederlassungswillige Ärzte und Psychotherapeuten notwendig, betonte Barjenbruch.
KV-Vizechef Jörg Berling wies zusammen mit Heiger Scholz, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, auf ein von der niedersächsischen Landesregierung und der KV initiiertes, umfassendes Förderprogramm für die Niederlassung in unterversorgten beziehungsweise drohend unterversorgten Regionen Niedersachsens hin. „Wir haben im vergangenen Jahr 23 Millionen Euro zur Förderung von ärztlichen Niederlassungen in ländlichen Regionen zur Verfügung gestellt“, erläuterte Berling.
Mit der Verminderung der Bereitschaftsdienstzeiten sowie transparenten Vorgaben zur Steuerung der Arzneimittelverordnungen habe die KV in den vergangenen Jahren weitere wichtige Grundsteine gelegt, um eine Niederlassung in eigener Praxis wieder attraktiver zu gestalten, sagte Berling.
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