KV Rheinland-Pfalz drängt auf Stärkung der ambulanten Versorgung

Mainz – „Verlässliche, leistungsgerechte und stabile Vergütungsstrukturen“ für die ambulante Versorgung fordert die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP). Dies sei unverzichtbar, damit die ambulante Versorgung als Rückgrat des deutschen Gesundheitssystems Patienten weiter zuverlässig betreuen könne, hieß es aus der KV.
In einer Resolution forderten die Delegierten, versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln statt einseitig zu Lasten von gesetzlich Versicherten zu finanzieren. Wichtig sei außerdem, dass Ärztinnen und Ärzte die Patienten in die richtigen Versorgungsstrukturen leiteten.
„Kein obligater digitaler Versorgungseinstieg und Steuerung über die Krankenkassen, sondern eine primärärztliche Steuerung von Patientinnen und Patienten durch das System“, heißt es in der Resolution. Wo digitale Steuerung erforderlich sei – zum Beispiel in der Notfallversorgung – sollten vorhandene und validierte Systeme der KVen über die 116117 zum Einsatz kommen.
Die Delegierten der KV Rheinland-Pfalz sprechen sich in der Resolution dagegen aus, Notfallstrukturen zu regulären Praxisöffnungszeiten zu etablieren, also einen Fahrdienst rund um die Uhr und Videosprechstunden – „dies ist weder medizinisch erforderlich noch kosteneffektiv noch personell machbar“, so die Resolution. Die Delegierten richten sich darin außerdem gegen die Substitution ärztlicher Leistungen durch Apotheken und fordern mehr Prävention.
„Gekürzte Einnahmen und gedeckelte Budgets führen zu Kürzungen der Leistungsangebote – wer den Patientinnen und Patienten unter diesen Bedingungen ein unbegrenztes Leistungsversprechen macht, der lügt“, betonten die KV-Delegierten zusammenfassend.
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