KV Thüringen fordert Entbudgetierung aller ärztlichen Fachgruppen

Weimar – Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT) fordert die komplette Entbudgetierung aller ärztlichen Fachgruppen. Alle vertragsärztlichen Leistungen müssten zu festen Preisen bezahlt werden, heißt es in einer heute einstimmig beschlossenen Resolution.
Die selbständig tätigen Ärzte und Psychotherapeuten sowie medizinische Versorgungszentren unterlägen bei ihren Einnahmen de facto der „politischen Planwirtschaft“, auf der Ausgabenseite aber herrsche Marktwirtschaft, so betont die KV. Immer höhere Kosten stünden in Zeiten anhaltend hoher Inflation real sinkenden Einnahmen gegenüber.
Patientinnen und Patienten zugleich immer neue Leistungsversprechen zu machen, sei politisch nicht nur grob fahrlässig, sondern drohe die ambulante Versorgung „endgültig an die Wand zu fahren“.
Die KV verweist darauf, dass „die Selbstausbeutung eines ganzen Berufsstandes“ der Attraktivität der ambulanten Versorgung schade und schon heute dazu führe, dass junge Ärzte die ambulante Versorgung meiden.
Grundlage für die Existenzgründungen der Zukunft stelle eben eine verlässliche wirtschaftliche Basis dar. Deshalb sei die Entbudgetierung aller erbrachten ärztlichen Leistungen seit Jahren überfällig.
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