Landeskabinett in Bayern berät über Luftqualität
München – Die Debatte über die Luftqualität in bayerischen Großstädten bekommt neue Nahrung. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte für diese Woche die Veröffentlichung des seit Wochen ausstehenden Gutachtens zur Luftbelastung in der Landeshauptstadt an – mit offenbar teils unerfreulichen Ergebnissen.
Spätestens nach dieser Veröffentlichung werde „jeder merken, was wir innerhalb Münchens zu lösen haben“, sagte Seehofer heute vor einer CSU-Vorstandssitzung. In der Sitzung sagte er nach Teilnehmerangaben, allein in München würden bestimmte Grenzwerte in 25 Prozent der Straßen überschritten.
Das Kabinett will morgen beraten, welche Maßnahmen nötig sind. „Wenn wir allgemeine Fahrverbote vermeiden wollen, brauchen wir ein ganz, ganz dickes Bündel an Ersatzmaßnahmen“, sagte Seehofer. Das reiche von der Umrüstung der Dieselautos bis hin zum öffentlichen Personennahverkehr.
In seinem Gespräch mit sechs Oberbürgermeistern sei man sich am vergangenen Donnerstag einig gewesen, „dass wir massive Anstrengungen für die Verstärkung des öffentlichen Personennahverkehrs unternehmen müssen“.
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