Landespflegekammer Rheinland-Pfalz für Pflegeoffensive auf Bundesebene

Mainz – Die rheinland-pfälzische Landespflegekammer hat angemahnt, die Debatte um flächendeckende, allgemeinverbindliche Tarifverträge inhaltlich und substanziell zu führen. Eine Pauschalablehnung, wie es der private Arbeitgeberverband Pflege vorgemacht habe, werde dem Anliegen nicht gerecht, sagte Landespflegekammer-Präsident Markus Mai.
Es sei ein richtiges Signal, dass in den Ländern diese Debatte geführt werde. „Für mich ist klar: Wir brauchen endlich in der Fläche faire Löhne, die in Tarifverträgen ausgehandelt werden“, verwies er. Es passe einfach nicht zusammen, wenn auf der einen Seite der zunehmende Fachkräftemangel beklagt werde, auf der anderen Seite noch nicht einmal überall Tarifverträge existierten. Die dementsprechende Diskussion sei wichtig, dürfe aber auch nicht von weitergehenden Fragestellungen ablenken.
Mai begrüßte, dass professionell Pflegende und ihre Arbeit zunehmend im Fokus der Politik stünden. „Wir haben uns in einem Schreiben an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewandt, damit eine Pflegeoffensive 2018 Teil der Verhandlungen zwischen SPD und Union werden“, so Mai abschließend.
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