Vermischtes

Lebensqualität und subjektiver Gesundheitszustand nehmen in Deutschland im Alter ab

  • Dienstag, 5. April 2016

Berlin – Die Ergebnisse zur Lebensqualität liegen in Deutschland über dem interna­tionalen Durchschnitt, besonders gut sind sie in Bezug auf Einkommen, Arbeitsplätze, Work-Life-Balance und Bildung. Zu diesem Ergebnis kommt der neue OECD Wirtschaftsbericht Deutschland 2016. Allerdings sind die Werte für Personen in höherem Alter in Deutschland schlechter als in anderen Ländern. So lässt beispielsweise der subjektive Gesundheitszustand mit dem Alter nach. Es sind laut dem Bericht auch Belege dafür vorhanden, dass die subjektive Lebenszufriedenheit mit dem Alter abnimmt.

Wie bereits im Wirtschaftsbericht Deutschland 2014 dargelegt, ist die Ungleichheit bei den Ergebnissen zur Lebensqualität in Deutschland recht hoch, und diese Ungleichheit nimmt mit dem Alter weiter zu. Die Bildungsergebnisse, die Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes und die Lebenserwartung sind Faktoren, die in Deutschland stark vom sozioökonomischen Status abhängen – laut der OECD stärker als in vielen anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften.

Die OECD-Autoren liefern auch eine Prognose zur Entwicklung der Gesamtbevölkerung bis zum Jahr 2060. Danach wird diese in den kommenden 44 Jahren um 14,9 Millionen beziehungsweise 18 Prozent zurückgehen, falls der derzeitige Trend fortdauert. Die Bevölkerung im Erwerbsalter würde nach dieser Prognose um 28 Prozent schrumpfen. Dafür haben die Autoren für 2015 allerdings nur eine Zuwanderung von 500.000 Personen unterstellt, was deutlich unter dem realen Wert liegt. Ferner gehen sie davon aus, dass die Nettozuwanderung bis 2021 auf 200.000 Personen pro Jahr sinken wird.

hil

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