Linke in Sachsen wollen Initiative gegen mehr Zuzahlungen

Dresden – Die Linken im Landtag in Sachsen wollen Krankenversicherte vor höheren Zuzahlungen schützen. Hintergrund ist das sogenannte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, nach dem die Zuzahlungen der derzeit 74,5 Millionen gesetzlich Krankenversicherten ab 2027 steigen sollen.
Die Linken fordern die sächsische Regierung auf, gegenüber dem Bund darauf hinzuwirken, dass Versicherte für notwendige und verordnete Leistungen nicht mehr zuzahlen müssen. Das betrifft vor allem Arznei- sowie Heil- und Hilfsmittel, Zahnersatz, Sehhilfen, Fahrtkosten oder Krankenhausaufenthalte.
Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper machte geltend, dass die Regelung nicht alle gleichermaßen treffe, sondern viele Menschen härter als andere.
„Ein paar Euro mehr für die Tabletten, eine dreistellige Zuzahlung fürs Krankenhaus oder die Eigenbeteiligung für den neuen Rollator bereiten durchaus vielen Leuten Kopfzerbrechen, vor allem dann, wenn sie älter, chronisch krank, arm oder all das gleichzeitig sind“, sagte Schaper. Die Pläne seien ungerecht und die Staatsregierung sollte dagegenhalten.
„Es sollten nicht alle mehr zahlen, sondern nur jene, die das verschmerzen können. Eine gute Versorgung ist finanzierbar, wenn alle gerecht in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen – ob sie nun angestellt, selbstständig, verbeamtet, freiberuflich tätig oder Abgeordnete sind“, bekräftigte Schaper eine alte Forderung ihrer Partei. Wer von Kapitalerträgen lebe, solle ebenfalls gerecht beitragen.
Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) von stark steigenden Ausgaben entlasten und Millionen Versicherte vor höheren Beiträgen bewahren.
Einschnitte gibt es bei den Leistungserbringern wie Niedergelassenen und Krankenhäusern. Aber auch die Versicherten müssen sich auf höhere Kosten einstellen.
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