Malteser International hilft venezolanischen Flüchtlingen in Kolumbien

Köln/La Guajira – Die Hilfsorganisation Malteser International hat angekündigt, venezolanische Flüchtlinge im Norden Kolumbiens zu unterstützen. Dem weltweiten Hilfswerk des Malteserordens zufolge befinden sich schon jetzt über einer Million Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela auf kolumbianischem Boden. Ein Ende sei nicht abzusehen, da immer mehr Venezolaner Zuflucht in der Region suchen.
„Einer solchen Flüchtlingsbewegung wie momentan sind weder die Behörden noch die lokale Bevölkerung gewachsen. Die Situation ist katastrophal“, sagte Jelena Kaifenheim, Referentin für Lateinamerika bei Malteser International. Deshalb starte Malteser International nun in Absprache mit den lokalen Behörden im Department La Guajira ein Nothilfeprogramm. Mobile Gesundheitsteams werden die Menschen behandeln, mit Hygienekits versorgen und bei Bedarf impfen. An unterernährte Kinder und schwangere Frauen werden die Mitarbeiter Zusatznahrung verteilen.
Besonders in den armen Grenzgebieten des Departments La Guajira – wo Malteser International seit mehreren Jahren die kolumbianische Bevölkerung unterstützt – verschlechtert sich die aktuelle Situation täglich. „Die derzeitige Lage der Flüchtlinge in La Guajira ist entsetzlich“, berichtete Kaifenheim. Familien schliefen in Parks und auf öffentlichen Plätzen. Sie seien in einem sichtlich schlechten Zustand. Schwangere Frauen und Neugeborene erhielten keine medizinische Versorgung, viele Kinder und Schwangere seien unterernährt. „Wir müssen schnell handeln, um den Menschen zu helfen“, so Kaifenheim.
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