Mecklenburg-Vorpommern: Delegierte kritisieren Regeln für hausärztliche Versorgungspauschale

Schwein – Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) macht sich für eine grundlegende Überarbeitung der Regelungen zur hausärztlichen Versorgungspauschale stark. Das geht aus einer Resolution der VV hervor.
Die Umsetzung bezeichneten die VV-Delegierten als „hochkompliziert, administrativ aufwendig und weit entfernt von der Versorgungsrealität in den Praxen“. Das Ziel, Arztkontakte zu reduzieren, werde auf diesem Weg kaum erreicht.
Stattdessen sei zu befürchten, dass umfangreiche Prüfverfahren und Kontrollmechanismen der Krankenkassen entstehen, mit denen Mitarbeiter ihre Prüfaufgaben rechtfertigen würden. Für die Patientenversorgung und die dringend notwendige Unterstützung der hausärztlichen Praxen bringe das Modell „keinen erkennbaren Fortschritt“.
Die Delegierten betonten zugleich, dass das politische Ziel, bei chronisch Erkrankten unnötige Arztkontakte zu vermeiden und die Versorgung stärker zu strukturieren, grundsätzlich nachvollziehbar ist.
Auf Regelungen zur politische gewollten Ausgestaltung der neuen hausärztlichen Versorgungspauschale für chronisch kranke Patienten hatten sich vergangene Woche die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss verständigt. Die Umsetzung erfolgt zum 1. Juli dieses Jahres.
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