Medisign muss erneut elektronische Heilberufsausweise tauschen

Berlin – Rund 2.600 Kunden des Herstellers Medisign sind von einem erneuten Austausch ihrer elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) betroffen. Diesmal müssen alle Karten getauscht werden, die seit Jahresbeginn produziert wurden.
In diesem Fall liege jedoch keine Sicherheitslücke vor, erklärt das Unternehmen. Die Ausweise seien deshalb bis zum erfolgten Tausch weiter einsetzbar. Betroffen seien nur eHBA, die ausschließlich über ECC-Verschlüsselungszertifikate verfügen.
Ausweise der Generation 2.1, die sowohl über RSA- als auch ECC-Zertifikate verfügen und bis Ende vergangenen Jahres produziert wurden, seien hingegen nicht betroffen.
Grund für den erneuten Tausch ist nach Unternehmensangaben, dass bei einer technischen Analyse eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess festgestellt wurde.
Demnach werde bei der Personalisierung durch das Kartenbetriebssystem zwingend ein RSA-Schlüssel erzeugt. Dieser sei bei den Karten, die ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen, nicht deaktiviert worden, was unter Umständen zu Interoperabilitätsproblemen mit einigen Konnektoren führen könne.
Der Tausch erfolge in Abstimmung mit der Gematik, auch die Kartenherausgeberorganisationen seien bereits in Kenntnis gesetzt worden. Betroffene Medisign-Kunden würden zeitnah via E-Mail informiert. Ihnen würden keine zusätzlichen Kosten entstehen und Vertragslaufzeiten blieben unberührt.
Auch eine erneute Antragstellung und Identifizierung seien nicht erforderlich. In einem Beileger im Kartenbrief würden die nächsten Schritte und die Inbetriebnahme der neuen Ausweise erklärt. Erst nach der erfolgreich Freischaltung und Aktivierung des neuen eHBA werde die alte Karte gesperrt.
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