Mehr Engagement gegen Aids, Malaria und Tuberkulose gefordert

Berlin – Die Entwicklungsorganisation One fordert mehr Engagement gegen Aids, Malaria und Tuberkulose. Anlässlich des Treffens der G7-Gesundheitsminister in Paris in dieser Woche warnte One-Deutschlanddirektor Stephan Exo-Kreischer davor, dass diese Krankheiten weiter auf dem Vormarsch seien.
Zwar habe es etwa bei Aids international große Erfolge gegeben. Dadurch sei aber der falsche Eindruck entstanden, die Menschheit sei über den Berg und könne sich zurücklehnen.
Die Organisation verlangt mehr Mittel für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Dessen im Herbst anstehende nächste Finanzierungsrunde ist auch Thema der G7-Gesundheitsminister. Der Fonds brauche umgerechnet etwa 12,5 Milliarden Euro für die Jahre 2020 bis 2022, hieß es.
One kritisiert, dass zu wenig über die drei Krankheiten und ihre Folgen berichtet werde. Seitdem beispielsweise über den Brexit debattiert werde, seien weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit rund 7,3 Millionen Menschen an Aids, Malaria oder Tuberkulose gestorben.
Aids sei für Frauen unter 50 Jahren weltweit die Todesursache Nummer Eins. Alle zwei Minuten sterbe rechnerisch ein Kind an Malaria. In einem Kurzbericht der Organisation heißt es zudem, dass mit den Spenden für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame eine Million Menschenleben gerettet werden könnten.
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