Mehr Geld und Sonderzahlung für Ärzte an Helios-Kliniken

Berlin – Die Ärzte in den Helios-Kliniken erhalten eine zweistufige Erhöhung der Gehälter und zweimal eine Sonderzahlung. Darauf haben sich der Marburger Bund (MB) und der Helios-Konzern im Rahmen der laufenden Tarifgespräche als Eckpunte verständigt.
Die Entgelte sollen zunächst rückwirkend zum 1. April 2023 in den beiden Tarifbereichen Helios und Helios / Rhön zunächst um 4,8 Prozent angehoben werden. Mit dem Gehaltslauf für November dieses Jahres erhalten die Ärztinnen und Ärzte außerdem eine Einmalzahlung in Höhe von 1.500 Euro.
Mit der Gehaltszahlung im Januar 2024 erhalten Ärzte im Tarifbereich Helios eine weitere Einmalzahlung in gleicher Höhe. Zum 1. Februar 2024 erfolgt im Konzerntarif eine zusätzliche Erhöhung der Gehälter (nebst Stundenentgelten) um 4,0 Prozent. Im Bereich Helios/Rhön fällt die zweite Einmalzahlung mit 750 Euro geringer aus, allerdings werden die Entgelte dafür um weitere 4,4 Prozent erhöht.
Darüber hinaus sieht die Einigung nach Angaben des Marburger Bundes unter anderem einen Anspruch auf bezahlte Freistellung zur Fortbildung im Umfang von fünf Tagen pro Kalenderjahr vor. Ein solcher Anspruch war bislang im Konzerntarifvertrag TV-Ärzte Helios nicht vorgesehen.
Die jetzt getroffene Verständigung umfasst zudem weitere strukturelle Verbesserungen zur Dienstplanung und Begrenzung von Diensten in beiden Tarifbereichen.
Der MB vereinbarte mit Helios auch einen sogenannten Maßregelungsverzicht, der alle Ärzte, die sich im Rahmen der Warnstreiks im Frühjahr engagiert haben, vor Sanktionen schützt.
Die Gesamteinigung hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2024. Sie unterliegt noch dem Vorbehalt der Zustimmung der beschlussfassenden Tarifgremien beider Seiten.
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