Menschen mit Behinderung erleben doppelt so oft Diskriminierung

Luxemburg – Menschen mit Behinderung fühlen sich mehr als doppelt so häufig diskriminiert wie Menschen ohne Behinderung. Das geht aus Daten aller EU-Länder hervor, die das Statistikamt Eurostat veröffentlichte – einen Tag vor dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Mehr als neun Prozent der Menschen mit Behinderung in der Europäischen Union (EU) gaben demnach an, sich 2024 beim Kontakt mit Behörden diskriminiert gefühlt zu haben – bei Menschen ohne Behinderung waren es vier Prozent. Bei der Wohnungssuche fühlten sich rund acht Prozent der Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung diskriminiert, verglichen mit etwa fünf Prozent der Menschen ohne Behinderung.
Auch im Alltag berichteten Menschen mit Behinderung häufiger von Diskriminierung: fünf Prozent fühlten sich in Geschäften, Cafés oder Freizeiteinrichtungen diskriminiert (ohne Behinderung: drei Prozent), vier Prozent in Bildungseinrichtungen (ohne Behinderung: zwei Prozent).
Die Daten beruhen laut Eurostat auf Selbsteinschätzungen der Befragten, die angaben, ob sie sich in den vergangenen zwölf Monaten – bei der Wohnungssuche in den vergangenen fünf Jahren – diskriminiert gefühlt haben.
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