Politik

Ministerin zieht positive Bilanz zur elektronischer Patientenakte nach einem Jahr

  • Donnerstag, 15. Januar 2026
/picture alliance, Jens Kalaene
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Düsseldorf – Ein Jahr nach dem Start der elektronischen Patientenakte für alle gesetzlich Krankenversicherten sieht Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) das Projekt auf einem guten Weg.

„Mittlerweile ist die elektronische Patientenakte Teil des Alltags unseres Gesundheitssystems“, sagte Warken heute der Rheinischen Post. Leistungserbringer, medizinisches Personal sowie Patienten profitierten von mehr Transparenz und der besseren Verfügbarkeit von medizinisch relevanten Informationen.

„Unerwünschte Wechselwirkungen von Arzneimitteln und Mehrfachuntersuchungen können vermieden werden“, so die Ministerin. Jetzt gehe es um die konsequente Weiterentwicklung: „Die elektronische Patientenakte soll für alle noch nutzerfreundlicher, sicherer und alltagstauglicher werden“, kündigte Warken an.

„Im Mittelpunkt stehen dabei mehr relevante Daten, eine bessere Vernetzung und spürbare Entlastungen im Versorgungsalltag, zum Beispiel durch den elektronischen Medikationsplan und relevante Zusatzinformationen zur Arzneimitteltherapiesicherheit oder strukturierte Labordaten“, so die Bundesgesundheitsministerin.

Am 15. Januar 2025 war die elektronische Patientenakte für gesetzlich Versicherte an den Start gegangen. Sie wurde automatisch für alle Versicherten angelegt, die zuvor nicht widersprochen hatten („Opt-Out-Regelung“).

Seit vergangenem Oktober gilt für Praxen und Kliniken eine Verpflichtung zur Befüllung der E-Akte mit relevanten Dokumenten. In der elektronischen Akte können die Versicherten etwa eigene Gesundheitsdaten einsehen, Dokumente hochladen oder die Zugriffsmöglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten regeln.

Offizielle Nutzungszahlen gibt es derzeit nicht. Nur ein Bruchteil der gesetzlich Versicherten nutzt aber offenbar aktiv die digitale Patientenakte, wie kürzlich eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland bei mehreren großen Krankenkassen ergeben hatte.

kna

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