Neue Schutzmasken für Brandenburger Arztpraxen

Potsdam − Rund 198.000 dringend benötigte Schutzmasken verteilt die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) an Arztpraxen. Jede der 3.300 vertraglichen Arzt- und Psychotherapiepraxen im Land erhalte zehn FFP2-Masken und 50 OP-Masken mit Mund- und Nasenschutz, teilte ein Sprecher der KVBB heute in Potsdam mit.
Die FFP2-Masken filtern die Luft vor dem Einatmen und sollen damit vor Neuansteckungen schützen. OP-Masken schützen eine infizierte Person davor, das Virus zu verbreiten. Außerdem würden Schutzanzüge, Desinfektionsmittel und Schutzbrillen ausgeliefert.
Die Lieferung ist nach Ansicht der KV allerdings nur ein kleiner Teil der Menge, die nötig wäre. „Wir brauchen in den nächsten Wochen und Monaten Millionen dieser Masken“, sagte der Sprecher. KVBB-Logistikvorstand Holger Rostek sprach von einem Tropfen auf den heißen Stein.
Die Kassenärzte haben nach eigenen Angaben Bedarf beim Bund angemeldet, über das Gesundheitsministerium Schutzmasken bestellt, die von der KVBB finanziert wurden, sowie selbst auf dem Markt bestellt.
Die Masken sind nach Einschätzung der KVBB dann wichtig, wenn Abstriche von möglicherweise mit dem Coronavirus infizierten Menschen genommen werden. „Die Ärzte müssen die Stäbchen weit in den Rachen oder tief in die Nase der Testperson schieben, das heißt, sie müssen den Patienten wirklich sehr nahe sein“, sagte der Sprecher.
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