Neuer Bedarfsplanung muss das Geld folgen
Weimar – Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen hat sich vor dem Hintergrund der neuen Bedarfsplanungsrichtlinie dafür ausgesprochen, dass nun auch die Mittel für die neu zu schaffenden Arzt- und Psychotherapeutensitze bereit gestellt wird.
„Der Gesetzgeber hat es leider versäumt, hierfür eine Finanzierungsregelung ins Gesetz zu schreiben“, heißt es in einer Resolution der VV. Nun drohe die Gefahr, dass zusätzliche Ärzte aus dem bestehenden Budget finanziert werden müssten, was zu Lasten der bestehenden übrigen Ärzte und Psychotherapeuten gehe.
Darüber hinaus moniert die VV, dass die Richtlinie allein noch keine neuen Ärzte für Thüringen schafft. „Deshalb fordern wir das Land erneut auf, in Jena zusätzliche Medizinstudienplätze zu schaffen“, heißt es
Auch müssten Bund, Land und Kommunen sowie die Kassen, Niederlassungen mit eigenen Aktivitäten fördern und Niederlassungshemmnisse, wie Bürokratie und Regressandrohungen beseitigen.
Hochrechnungen gehen ab 2020 deutschlandweit von rund 3.500 neuen Arzt- und Psychotherapeutensitze aus. Rund 265 davon könnten voraussichtlich in Thüringen entstehen.
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