Hochschulen

Neuer Haustarifvertrag am Uniklinikum Leipzig

  • Dienstag, 29. September 2026
/picture alliance, ZB, Hendrik Schmidt
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Leipzig – Ärztinnen und Ärzte am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erhalten rückwirkend zum April 2026 ein Lohnplus von 2,95 Prozent und ein weiteres von 2,45 Prozent zum September des kommenden Jahres. Das sieht der neue Haustarifvertrag vor, den das UKL mit dem Marburger Bund (MB) in Sachsen vereinbart hat. Die vereinbarten Steigerungen erfolgen analog zu denen des Flächentarifvertrags der Länder für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken. 

Die Neuregelungen sehen zudem weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen für die Ärzteschaft am UKL vor – so profitieren Ärztinnen und Ärzte von neuen Regelungen zum Zusatzurlaub.

Bislang sah der Haustarifvertrag für jeweils 81 Nachtarbeitsstunden einen Tag Zusatzurlaub vor – bis zu fünf Tage. Der neue Vertrag sieht drei weitere Tage Zusatzurlaub für jeweils 81 zusätzliche Nachtarbeitsstunden vor – also insgesamt bis zu acht Tage. Zudem wird ein neuer Absatz in den Vertrag aufgenommen, der einen Zusatzurlaubstag ermöglicht, wenn pro Jahr mindestens 80 Rufbereitschaftsdienste geleistet werden müssen.

„Unsere Ärztinnen und Ärzte leisten im Nacht- und Rufdienst einen unverzichtbaren Einsatz. Die Erweiterung des Zusatzurlaubs ist ein wichtiges Signal der Anerkennung der damit verbundenen hohen Belastung“, erklärte Christoph Josten, medizinischer Vorstand des UKL. 

Zudem ist geplant, auch für ärztliche Beschäftigte Zeitwertkonten einzurichten. Diese gibt es am UKL bereits seit 2025 für nicht-ärztliche Beschäftigte. Diese Konten ermöglichen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine individuelle Planung und Gestaltung ihrer Lebensarbeitszeit, zum Beispiel durch ein Sabbatical.

„Damit schaffen wir eine moderne Option zur besseren Anpassung der Arbeitszeit an die persönliche Lebensplanung“, betonte Robert Jacob, kaufmännischer Vorstand des UKL.

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