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Neues Projekt gegen Malaria und bakterielle Infektionen bei Kindern

  • Dienstag, 15. September 2026
/picture alliance, Science Photo Library, DIGICOMPHOTO
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Hamburg – Ein internationales Konsortium unter Leitung des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) startet ein Forschungsvorhaben zur Behandlung von schwerer Malaria und bakteriellen Blutstrominfektionen – Ziel ist eine Kombinationstherapie, die beide Erkrankungen zugleich bekämpft.

„Wir bauen in diesem Projekt auf langjährige, vertrauensvolle Kooperationen zwischen Partnern in Europa und Afrika auf. Jetzt wollen wir dieses Netzwerk nutzen, um eine Therapie zu entwickeln, die in der Klinik sofort greift – gerade dort, wo schnelles Handeln über Leben und Tod entscheiden kann“, erläuterte die Koordinatorin des Projekts an der Abteilung Klinische Forschung des BNITM, Mirjam Groger.

Das Projekt namens „FACT“ beruht auf der Zusammenarbeit des BNITM mit dem Tropeninstitut der Universität Tübingen, dem Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) in Gabun, dem Kumasi Centre for Collaborative Research (KCCR) in Ghana sowie der Deutschen Malaria GmbH. Es ist auf fünf Jahre angelegt und wird im Rahmen der Europäischen Partnerschaft für klinische Studien in Entwicklungsländern mit rund zehn Millionen Euro gefördert. 

„Malaria bleibt eine der größten Gesundheitsbedrohungen weltweit, besonders für Kinder in Afrika. In vielen Fällen kommen kleine Patientinnen und Patienten mit hohem Fieber ins Krankenhaus. Oft ist unklar, ob Malaria allein die Ursache ist oder ob zusätzlich eine bakterielle Infektion vorliegt“, informierte das Konsortium. Das Projekt soll einen Weg aufzeigen, um beide Krankheitsursachen gleichzeitig zu behandeln.

Dafür entwickeln und testen die Forschenden eine neue Wirkstoffkombination aus drei bereits bekannten Medikamenten: Fosmidomycin, Artesunat und Clindamycin. Diese Kombination soll als Infusion verabreicht werden.

In klinischen Studien in mehreren afrikanischen Ländern prüfen die Teams zunächst die optimale Dosierung und anschließend Wirksamkeit und Sicherheit der neuen Therapie. Die Studien finden unter anderem in Gabun, Ghana, der Demokratischen Republik Kongo und Äthiopien statt. 

hil

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