Hochschulen

Neues Rechenzentrum in Lübeck für Künstliche Intelligenz in der Medizin

  • Freitag, 6. März 2026
/Toowongsa, stock.adobe.com
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Lübeck – Die Universität zu Lübeck baut ein neues Rechenzentrum zur Erforschung sicherer und vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin auf. Das Bundesforschungsministerium (BMFTR) fördert das Vorhaben mit rund 29 Millionen Euro.

Die Erforschung und Entwicklung von sicherer und vertrauenswürdiger KI in der Medizin ist ein Schwerpunkt der Universität zu Lübeck und erfolgt unter anderem im Rahmen des Vorhabens „Anomed“. Dieses ist ein Forschungsprojekt und Forschungsnetzwerk an der Universität zu Lübeck, das sich auf den Schutz von Gesundheitsdaten konzentriert. Es zielt darauf ab, sensible Daten für Forschungszwecke nutzbar zu machen, ohne die Privatsphäre der Patienten zu gefährden.  

Auf einer Fläche von 400 Quadratmetern soll das KI-Rechenzentrum noch in diesem Jahr aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Hierfür wird eine eigenständige Infrastruktur mit neu aufgebauter Energie- und Kühlversorgung sowie abgesicherten Rechen- und Datenbereichen realisiert.

„Die neue Infrastruktur ermöglicht es uns, sehr große KI-Modelle unter hohen Sicherheitsanforderungen zu entwickeln und zu analysieren“, sagte Esfandiar Mohammadi, wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzclusters AnoMed und Leiter der Arbeitsgruppe Privacy & Security des Instituts für IT-Sicherheit der Universität zu Lübeck.

Zugleich könne man zentrale Forschungsfragen zur sicheren Nutzung sensibler medizinischer Daten und zur Weiterentwicklung moderner Anonymisierungsverfahren systematisch bearbeiten.

Die Rechenkapazitäten sollen auch anderen wissenschaftlichen Forschungsgruppen zur Verfügung stehen und darüber hinaus für Ausbildungsformate und Hackathons genutzt werden.

Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich durch Unterstützung und Finanzierung des Betriebs der Infrastruktur und ermöglicht so eine Teilhabe der Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen des Landes.

„Mit dem AnoMed KI-Rechen- und Servicezentrum an der Universität zu Lübeck schaffen wir verlässliche Strukturen, von denen die gesamte Hochschul- und Forschungslandschaft des Landes gleichermaßen profitieren kann“, betonte Dirk Schrödter (CDU), Digitalisierungsminister und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein. 

hil

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