Neun auf einen: 1.312 Bewerber für Landarztstudienplätze

Düsseldorf – Die neuen speziell für angehende Landärzte vorgesehenen Medizinstudienplätze in Nordrhein-Westfalen (NRW) stoßen auf große Nachfrage. Von Ende März bis Ende April gingen 1.312 vollständige Bewerbungen für einen der 145 Plätze ein, wie das Gesundheitsministerium in NRW heute mitteilte.
Somit gibt es rund neun Bewerber für jeden Studienplatz. In dieser ersten Bewerbungsphase gab es zudem knapp 390 unvollständige Bewerbungen. Im kommenden Wintersemester stehen die Studienplätze zur Verfügung – sie sind als Maßnahme im Kampf gegen den Ärztemangel auf dem Land gedacht.
„Der hohe Zuspruch zeigt einmal mehr: Wir haben mit der Landarztquote den Nerv der Zeit getroffen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Wer einen Studienplatz erhält, muss sich Ministeriumsangaben zufolge verpflichten, nach der Aus- und Weiterbildung zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Wer den Vertrag nicht erfüllt, muss mit einer Strafzahlung in Höhe von 250.000 Euro rechnen.
Die Bewerbungen sollen jetzt ausgewertet werden. Danach folgen Auswahlgespräche, die am 18. und 19. Juni an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stattfinden sollen. Geplant ist, dazu 290 Bewerber einzuladen – also je Platz zwei Kandidaten.
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