Ärzteschaft

Niedergelassene protestieren gegen Gesundheitspolitik

  • Montag, 21. November 2022
/Jürgen Fälchle, stockadobecom
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Berlin/Frankfurt – Niedergelassene Ärzte sollen am 30. November in Hessen und am 7. Dezember bundesweit gegen die Gesundheitspolitik der Ampel protestieren. Dazu rufen ärztliche Berufsverbände zusammen mit Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) auf.

„Wir, die wir den Kliniken in der Pandemie ein verlässlicher Partner und Schutzwall waren, sollen nun dabei zusehen, wie man die Kliniken für ihr Nichtstun weiter üppigst alimentiert, uns aber angemessene Zuwächse verweigert“, heißt es im Aufruf der KV Hessen zu den Protesttagen.

„Massive Kostensteigerungen (Energie-, Personal- und Materialkosten) führen dazu, dass Praxen nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können“, warnte der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU).

Er fordert einen Inflationsausgleich für Niedergelassene, die Aufhebung der Budgetierung von Leistungen und eine Anpassung des Orientierungswertes um acht Prozent. Die wirtschaftliche Existenz der Vertragsärzte, die die flächendeckende, ambulante, wohnortnahe, medizinische Versorgung der Patienten garantierten, sei gefährdet, begründet der BvDU seine Initiative.

Mit Postern für das Wartezimmer sowie Handzetteln sollen Patientinnen und Patienten über die Bedeutung der flächendeckenden, ambulanten und wohnortnahen medizinischen Versorgung informiert werden.

Die Praxisärzte sollen die Patienten bitten, sich an ihre Bundestagswahlkreisabge­ordneten zu wenden und so den Protest zu unterstützen. „Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung forciert Praxissterben und bringt die Versorgung der Patienten in akute Gefahr“, hieß es aus dem Berufsverband.

hil

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