Nordrhein-Westfalen: Kabinett berät über Obergrenze für Veranstaltungen

Düsseldorf – Angesichts der steigenden Coronainfektionszahlen will das Landeskabinett kommende Woche über eine Begrenzung der Personenzahl bei Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) beraten.
Derzeit sehe die Coronaschutzverordnung für NRW keine Obergrenzen vor, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute in Düsseldorf. Aber es stehe die Entscheidung an, dass „eine Zahl“ in die Verordnung eingefügt werde.
Die Kabinettsentscheidung könnte sich auch auf das geplante Konzert mit Stars wie Bryan Adams und Sarah Connor Anfang September in Düsseldorf auswirken. Zu dem Konzert können nach Plänen der Veranstalter bis zu 13.000 Zuschauer kommen.
Er könne sich das Konzert zur Zeit nicht vorstellen, sagte Laumann. Er verwies auf die Lage bei Fußballspielen. Beide Fragen – Konzert und Fußball – hingen politisch zusammen und müssten auch zusammen entschieden werden.
Und alle deutschen Gesundheitsminister seien sich einig, dass man sich Fußballspiele vor Zuschauern bis Ende Oktober nicht vorstellen könne – auch er selbst sei dieser Meinung. „Und damit sehen sie auch, dass ich mir zurzeit auch das Konzert nicht vorstellen kann.“
Angesetzt ist die umstrittene Musikveranstaltung mit bis zu 13.000 Zuschauern am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion. Der aktuelle Kompromiss sieht vor, dass spätestens am 31. August – vier Tage vor dem eigentlichen Termin – entschieden wird, ob es stattfinden kann.
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