Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit eingestuft

Berlin – Parkinson durch häufig selbst angewendete Pestizide wird in die amtliche Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Das Kabinett billigte eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums. Der zuständige Ärzteausschuss beim Ministerium hatte den Schritt empfohlen.
Mehrere Studien zeigen demnach, dass die Chemikalien die chronische neurologische Erkrankung verursachen könnten, hatten die Mediziner festgestellt.
Die Arbeitgebervereinigung BDA und der Deutsche Bauernverband hatten Kritik an der geplanten Aufnahme geübt, hinsichtlich der wissenschaftlichen Grundlagen und des geplanten Grenzwerts. Auch die Sorge vor steigenden Beiträgen für die Unfallversicherung wegen der Behandlungskosten spielte nach Medienberichten eine Rolle.
Die Regierung verweist darauf, dass die Landwirtschafts-Sozialversicherung (SVLFG) 2025 und 2026 um 20 Millionen Euro erhöhte Bundeszuschüsse zur Beitragssenkung in der Unfallversicherung erhalten habe. Dabei geht es um die Behandlungskosten für Menschen mit Parkinson.
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