Parlament im Saarland weitet Untersuchungen über sexuellen Missbrauch aus

Saarbrücken – Ein bereits eingesetzter Untersuchungsausschuss des saarländischen Landtages wird sich nicht nur mit möglichen Fällen von sexuellem Missbrauch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Uni-Klinikums Homburg befassen.
Der saarländische Landtag weitete den Untersuchungsauftrag heute auf mögliche Missbrauchsfälle auch in der HNO-Klinik aus. Es sei nun „eine grundsätzliche Untersuchung“ nötig, heißt es in einem entsprechenden einstimmig angenommenen Beschluss des Landesparlaments.
Es müsse untersucht werden, wie die jeweils beteiligten Stellen mit Verdachtsmomenten und Anhaltspunkten auf Kindesmissbrauch umgegangen seien. Vorhandene Abläufe und Strukturen müssten „umfassend“ überprüft werden.
Ende Juni war bekannt geworden, dass ein inzwischen gestorbener Assistenzarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie von 2010 bis 2014 mehrere Kinder sexuell missbraucht haben soll.
Die Eltern wurden darüber nicht informiert. Die Leitung der Homburger HNO-Uniklinik hatte im November Ermittlungen wegen dreier Verdachtsfälle bestätigt und die Einschaltung eines externen Sachverständigen angekündigt.
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