Vermischtes

Rettungsdienste protestieren gegen befürchteten Geldmangel

  • Dienstag, 8. September 2026
/picture alliance, Eibner-Pressefoto, Marcel von Fehrn
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München – Rettungsdienste und Luftrettung fürchten wegen der geplanten Reformen im Gesundheitswesen finanzbedingten Schaden für die schnelle Hilfe in medizinischen Notfällen.

In einem gemeinsamen Appell drängen acht Organisationen und Verbände von ADAC bis zum Roten Kreuz (DRK) auf eine verlässliche Finanzierung und Mitsprache bei künftigen Entscheidungen. Ohne zuverlässige Refinanzierung sehen sie die Qualität der Notversorgung in Gefahr.

Neben ADAC und Rotem Kreuz sind an dem Appell die Deutsche Luftrettung, der Feuerwehrverband, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Johanniter, die Malteser und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beteiligt.

„Die Reform der Notfallversorgung kann nur gelingen, wenn der Rettungsdienst auch künftig zuverlässig finanziert ist und diejenigen mitentscheiden, die die Notfallversorgung täglich sicherstellen“, heißt es in dem Papier. „Nur so können wir einen Rettungsdienst gewährleisten, der jederzeit einsatzbereit ist, höchste Qualitätsstandards erfüllt und ausreichend Fachkräfte gewinnt.“

Die ADAC Luftrettung forderte in einer eigenen Mitteilung eine „auskömmliche und kostendeckende Finanzierung“ für die mit hohen Kosten verbundenen Rettungshubschraubereinsätze. „Wer mehr Verantwortung auf die Luftrettung überträgt, muss auch für eine verlässliche Finanzierung sorgen und ihre Expertise einbeziehen, wenn bundesweite Standards festgelegt werden“, sagte Frédéric Bruder, Vorsitzender der Geschäftsführung der ADAC Luftrettung.

Hintergrund ist, dass viele Fachleute in den kommenden Jahren wegen der erwarteten Krankenhausschließungen mit steigendem Bedarf für schnelle Hilfe in Notfällen und Patiententransporte rechnen. Die Rettungshubschrauber werden üblicherweise in besonders dringlichen Notfällen und in dünn besiedelten beziehungsweise abgelegenen Regionen alarmiert. Morgen wird im Bundestag eine Reform der Notfallversorgung debattiert.

dpa

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