Digitalisierung drückt Stimmung der Niedergelassenen

Hamburg – Die wirtschaftliche Stimmung der Niedergelassenen liegt trotz Verbesserungen in einzelnen Gruppen weiterhin im negativen Bereich. Das geht aus dem Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit für das vierte Quartal dieses Jahres hervor.
Die Stiftung hat dazu die Rückmeldungen von 685 Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten und Zahnärzten ausgewertet.
Danach verbesserte sich die Stimmung bei den Hausärzten um 10,9 Punkte und liegt nun bei rund -22. Bei den Fachärzten ging die Stimmung um 2,0 Punkte auf -30,2 zurück.
Einzig die Psychologischen Psychotherapeuten sehen die wirtschaftliche Situation positiv: Mit einem Plus von 4,9 Punkten stieg ihr Stimmungswert auf +5,9 an.
Auch bei den Zahnärzten verbesserte sich die Stimmung im Vergleich zum Vorquartal leicht (+0,2 Punkte). Sie bleibt aber insgesamt im negativen Bereich (rund -25).
Bei den belastenden Faktoren gibt es in diesem Quartal einen neuen Spitzenreiter: Fast 70 Prozent der Ärzte gaben an, dass die Digitalisierung sich negativ auf ihren Arbeitsalltag auswirkt.
„Leider verläuft die Umsetzung aktuell alles andere als reibungslos, sodass die Digitalisierung Ärzte derzeit viel Kraft und Nerven kostet“, sagte Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit.
Das Stimmungsbarometer gibt Auskunft darüber, wie die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten. Diese quartalsweise Erhebung führt die Stiftung Gesundheit seit fast 20 Jahren durch.
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